Der Große? Friedrich II. und Sachsen
Do.
16.02.
20.00 Kathedralforum Dresden
Der König, seine Flöte und zwei Hofkapellen - Friedrich II. und die Musik seiner Zeit
PD Dr. Gerhard Poppe, Dresden/Koblenz; Dr. Tobias Schwinger, Berlin
In Kooperation mit:
Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
Stadtarchiv Dresden
Spätestens seit Adolph Menzels Gemälde "Flötenkonzert in Sanssouci" (1852) gehört das Bild des flötespielenden Preußenkönigs zum mythischen Arsenal preußisch-deutscher Geschichte. Generationen von Historikern beschworen das Interesse Friedrichs II. an Kunst und Musik, so dass Berlin als Musikzentrum von überragender Bedeutung galt, während die übrigen deutschen Residenzen eher an den Rand des Interesses gerieten. Im Vergleich mit der sächsisch-polnischen Hofkapelle sprechen die Fakten jedoch eine andere Sprache: Friedrich hatte nicht nur seinen Flötenlehrer Johann Joachim Quantz aus der sächsischen Residenzstadt abgeworben, sondern in Dresden ausgebildete Musiker bildeten auch den Kern seiner eigenen Kapelle in Rheinsberg und nach der Thronbesteigung 1740 in Berlin. Neben den Beziehungen der Hofkapellen untereinander bietet die erst vor wenigen Jahren aus den Beständen der Berliner Sing-Akademie identifi zierte Musikaliensammlung des Porzellanmalers Carl Jacob Christian Klipfel wichtige Einblicke in den kulturellen Austausch zwischen Dresden und Berlin.
PD Dr. Gerhard Poppe lehrt Musikwissenschaft an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, und ist Referent an der Katholischen Akademie.
Dr. Tobias Schwinger ist Projektmitarbeiter an der Staatsbibliothek zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Mitinhaber des ortus Musikverlags.
Haus der Kathedrale
Schloßstraße 24
01067 Dresden